Rundbrief 03- 2018


HERZLICH WILLKOMMEN ZU MEINEM RUNDBRIEF IM MÄRZ


PlagemannZu dieser Jahreszeit finden die Messen in unserer Branche statt und somit kommen viele neue Uhren und Schmuckstücke in die Auslagen. Einige Appetithappen kann ich Ihnen jetzt schon vorstellen. Aber wie immer gibt es auch so noch viele interessante Uhren, die ich Ihnen vorstellen kann.

Lesen Sie unter anderem dazu mehr in den nun folgenden Artikeln.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

es grüßt Sie
Uhrmachermeister Plagemann

 

 

Sinn – EZM 3 und 13, eine Familie stellt sich vor

SINN EZM3FGleich in zwei Rubriken sind Mitglieder dieser Familie zu finden. Die EZM 3 teilt sich nämlich auf in eine Fliegeruhr in der Rubrik „Instrumentale Uhren“, während die ältere Schwester und der große Bruder bei den Taucheruhren zu finden sind.

Die Fliegeruhr mit dem passenden Kürzel EZM 3F unterscheidet sich von der tauchenden EZM 3 in zwei Punkten: in der Lunette und in der zertifizierten Tauchtiefe.

Der Drehkranz ist bei den Fliegern mit einer rückwärtszählenden Skala von 60 bis 0 Minuten versehen und dreht sich in beide Richtungen, während der Taucherkranz eine normale Minuterie hat und nur entgegen dem Uhrzeigersinn drehbar ist.

Die Tauchtiefe ist bei dem Tauchermodell mit 50 bar angegeben und vom DNV GL zertifiziert. Die Flieger sollten allerdings schon bei 20 bar den Tauchgang beenden.

Beiden Uhren gemein ist ein schnörkelloses Auftreten. Schlichte Balkenzeiger ermöglichen ein optimales Ablesen der Zeit auf dem puristischen Zifferblatt.

SINN EZM3 K12 RGBDer Sekundenzeiger ist bis auf zwei Drittel schwarz wie der Hintergrund und ist somit wie ein frei schwebendes Element genau über der exakten Minuteneinteilung zu finden.

Im fein perlgestrahlten Gehäuse tickt das ETA 2824-2-Automatikwerk in gewohnt zuverlässiger Art.

Die Dritte im Bunde ist die EZM 13. Der große Bruder, wie ich die Uhr oben nannte, gehört zu den Taucherchronographen im Angebot der Firma Sinn. Gemäß den Vorgaben der EZM-Pflichteigenschaften, ist die Anzeige auch hier auf das nötigste reduziert und trotzdem funktional.

Dazu wird hier das SZ02-Werk genommen, das zuerst 2006 von Sinn angeboten wurde. Diese Sinn-Eigenkonstruktion basiert auf dem Valjoux 77550 und bietet einen 60-Minutenzähler bei 6-Uhr, der gegenüber der normalen 30-Minuteneinteilung bei herkömmlichen Chronographen ein direktes Ablesen von 0 bis 60 Minuten ermöglicht.

Durch das Weglassen des Stundenzählers und des verkleinerten Sekundenzeigers bei 3-Uhr, wirkt das Zifferblatt trotz allem sauber und aufgeräumt. Auch hier hat man den Anforderungen einer Taucheruhr entsprochen und das Gehäuse bis 50bar abgedichtet.

Die folgenden Attribute gelten nun für alle drei Modelle.

SINN EZM13 K S RGBDurch die besondere Abschirmung, die diesen Uhren zuteilwurden, ist das Werk gegen Magnetkräfte von bis zu 80.000 A/m optimal geschützt. Alle Modelle sind unterdrucksicher und haben einen unverlierbaren Drehring mit Minutenrastung.

Die Uhren sind für eine erhöhte Funktions- und Beschlagsicherheit mit der Ar-Trockenhaltetechnik ausgestattet und haben eine Funktionssicherheit von -45°C bis +80°C.

Das Saphirglas brauche ich sicher nicht erwähnen. Ein weiterer gemeinsamer Punkt ist die Anordnung der Bedienlemente auf der linken Seite.

Damit sind sie geschützt vor Schläge und ein unabsichtliches Hängenbleiben daran ist auch verhindert.

 

Die EZM 3 und 3F kosten 1540.- € mit Lederband und die EZM 13 kostet 2350.- €.

 

 

Messe Neuheiten

Abeler neu 2018Es geht weiter mit den Klassikern. Abeler & Söhne stellte mir auf der Messe sehr attraktive neue Modelle für den Herren, aber auch für die Dame vor.

Eine schicke Automatik-Herrenuhr mit einem mausgrauen Zifferblatt und passenden grauen Lederband hat mich spontan angezogen.

Streng gestaltet mit gradlinigen Zeigern und drei Ziffern in Zahlenform.

Eine Zwiebelkrone gibt der Uhr noch eine persönliche Note mit Pfiff.

Michel Herbelin hat ebenfalls eine neue Automatikuhr vorgelegt.

MH neu 2018Auch hier hat man sich an vergangene Zeiten orientiert und schöne arabische Ziffern rund um das Zifferblatt verteilt.

Ein Fadenkreuz ist ein weiteres Schmuckelement, das der Uhr Charakter verleiht. Ein Datum bei 6-Uhr ist deutlich zu lesen und immer praktisch zur Hand.

Beide Marken preisen ihre Uhren trotz Schweizer Automatik-Werk unter 700.- aus. Natürlich ohne auf Saphirgläser und ordentlicher Abdichtung zu verzichten.

Aber keine Bange meine Damen, es sind auch wunderschöne Damenuhren dazugekommen.

Demnächst auch bei mir in der Auslage.

 

 

Xenox - …und der Frühling kann kommen

XENOXFolder2018Seite12XENOXFolderFront2018So langsam wird es wieder heller und die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf.

Man trennt sich gerne von den warmen Schals und dicken Mänteln und freut sich auf den nahenden Sommer.

Mit dem Frühling kommen auch jedes Jahr neue Kollektionen mit Schmuck für Sie und Ihn.

Zarter Silberschmuck, der trotzdem auch mal größer sein darf, zieht die Blicke auf sich und verzaubert.

Auch für den Herren gibt es neuen Halsschmuck oder auch für den Arm.

Schauen Sie herein und erleben Sie den neuen Frühling.

Xenox – every day is a bloomy day!

Mehr unter: www.xenox.at

 

 

Von Privat - Michel Herbelin Kharga Chronograph

MH Kharga1Mögen Sie eckig? Dann sind Sie hier genau richtig. Dieser schöne Chronograph vom Französischen Familienbetrieb Michel Herbelin hat viele schöne Ecken und Kanten.

Bis auf die Drücker und die Krone ist alles gradlinig und schlicht. Sie wurde kaum getragen und hat noch das Original-Uhrenarmband mit der praktischen Faltschließe.

Von der Größe der Uhr her ist sie für einen schmalen Herrenarm oder für eine Dame gut geeignet. Schick und ausgefallen ist allemal.

 

Hier die Daten:

Marke: Michel Herbelin

Modell/Referenz: Kharga / 34471

Gehäuse/Durchmesser: Edelstahl / 29x33mm

Glas: Saphir

MH Kharga2Wasserdichtigkeit: 3 bar

Band: Leder mit Faltschließe

Werk/Zustand: Eta Quarzwerk / sehr gut

Zifferblatt/Zeiger: weiß / Balkenzeiger mit Leuchtmasse

Kaufdatum: unbekannt

Zustand: wenig getragen, kaum Spuren

Besonderheiten: Chronograph, Lederband-Faltschließe

Zubehör:   Original-Box

Wert: 420.- €

Weitere Angebote unter: www.uhren-plagemann.de/angebote

 

 

Technik

 

Technik - die kurze Rubrik, die ein Bauteil Ihrer Uhr erklärt

Heute:  die Zeigerstellung oder Funktion der Krone

Zeigerstellung 1Wenn der Uhrmacher über die Krone redet, dann meint er damit kein Symbol eines Königshauses. Gemeint ist das „Rädchen“ oder der „Knopf“, wie er gerne genannt wird, der an der Seite des Gehäuses positioniert ist. Mit der Krone bedienen Sie mehrere Funktionen Ihrer Uhr. Mit ihrer Hilfe ziehen Sie ein mechanisches Werk auf, stellen das Datum nach oder einfach nur die Zeit ein. Und in genau dieser Reihenfolge rufen Sie auch diese Funktionen ab.

In Stufe O, also direkt am Gehäuse anliegend, wird zumindest bei mechanischen Uhren, durch Drehen der Krone das Werk aufgezogen. In der ersten gezogenen Stufe erfolgt, sofern vorhanden, die Schnellkorrektur des Datums, bzw. der Tagesanzeige.

Wird die Krone nun in die äußerste Position gezogen, dann kann die Zeit eingestellt werden. Wie sind diese vielen Funktionen über ein Bedienelement aber realisiert worden?

Im Aufbau eines Uhrenwerkes wird dieser Bereich die Zeigerstellung genannt. Dazu gehören in der Regel acht Teile. Die Krone zähle ich nicht dazu, sie ermöglicht lediglich das Bedienen. Das erste Teil nach der Krone wäre nun die Stellwelle, auf die die Krone verschraubt ist. Sie hat an einem Ende das Gewinde für die Krone und am anderen Ende einen Vierkant und eine Nut und diverse Ansätze. Mit ihr wird die Bewegung der Krone zum Werk übertragen.

Auf dem Vierkant und dem nächsten Ansatz sind nun zwei weitere Teile gelagert. Das wären das Kupplungsrad und das Kupplungstrieb. Über den Vierkant der Stellwelle und korrespondierend im Kupplungsrad wird jenes gedreht, wenn die Krone gedreht wird.

Über eine Wolfverzahnung ist das Kupplungstrieb nun mit dem Kupplungsrad verbunden und somit wird es mit gedreht. Diese Bewegung wird über ein anschließendes Zahnradsystem bis zur Zugfeder übertragen, die dann gespannt wird. Aber das gehört schon nicht mehr zum System der Zeigerstellung.

Zeigerstellung 2Wenn Sie nun das Datum korrigieren möchten, ziehen Sie an der Krone und das Kupplungsrad wird vom Kupplungstrieb gelöst. Dies erfolgt über den Winkelhebel und den Zeigerstellhebel. Das Kupplungsrad greift nun in ein weiteres Trieb ein und das Datum kann verstellt werden.

Ziehen Sie nun die Krone ganz raus, wird das Kupplungsrad noch weiter geschoben und kommt in die Verzahnung eines weiteren Triebes. Dadurch gelangt die Kraft dann zum Zeigerwerk, welches in Folge gedreht wird.

Drückt man die Krone nun wieder an das Gehäuse heran, wird das Kupplungsrad wieder in die Anfangsposition geschoben.

Ein Wort noch zu der oben genannten Wolfsverzahung. Sie dient dazu, dass die Bewegung der Krone in eine Richtung übertragen wird, während anders herum gedreht, die Kraft „ins Leere“ geht. Dadurch ist ein Hin- und Herdrehen der Krone möglich. Das Kupplungsrad rutscht dann über die flachen Flanken der Verzahnung vom Kupplungstrieb weg und wird durch Federkraft und dem Zeigerstellhebel wieder an das Kupplungstrieb gedrückt. Die steilen Flanken ermöglichen nun wieder ein Drehen in diese Richtung.

Erfunden wurde diese Art der Zeigerstellung und des Aufziehens schon 1842 vom Franzosen Jean-Adrien Philippe. Damals noch ohne die Datumsfunktion.

 

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Hin und wieder werde ich mich daher melden, denn auch wenn die Uhren die Zeit nicht langsamer machen können, so schaffen sie es doch immer wieder, sie schön und interessant zu präsentieren.

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