Rundbrief 07 - 2018


HERZLICH WILLKOMMEN ZU MEINEM RUNDBRIEF IM JULI

Plagemann

Diesen Monat sind Uhren in meinen Fokus geraten, die alle optisch aus der Reihe fallen. Ich bin jedoch sicher, dass sie es nur in positiver Art und Weise sind und Ihren Gefallen finden werden.


Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

es grüßt Sie
Uhrmachermeister Plagemann

 

 

Sinn 936 – der Chronograph mit der 60er Teilung

SINN 936 KDieser Chronograph macht vor allem einen sehr aufgeräumten Eindruck. Hier fühlen sich Puristen durch die klare Formsprache sicherlich sehr gut aufgehoben. Durch die Bicompax-Anordnung der beiden kleinen Hilfszifferblätter und des dezenten Datumsfensters bei 6 Uhr hat die Uhr ein instrumentales Aussehen.

Die hauseigene Konstruktion des Chronographen-Uhrwerkes SZ05 fokussiert sich darauf, die Stoppminutenanzeige mit 60er Teilung bei 3 Uhr und die laufende Sekunde bei 9 Uhr anzuordnen. Der Vorteil ist, dass das Addieren der Stoppminuten bei der sonst üblichen 30er Teilung der Stoppminute entfällt. Man kann also direkt die Minuten einer ganzen Stunde ablesen. Um nun die Stoppminute von der kleinen Sekunde zu unterscheiden, hat man den Zeiger rot eingefärbt.

Da der große Sekundenzählzeiger auch rot ist, sind alle Zeiger, die zur Zeitmessung gedacht sind, deutlich von den anderen Zeigern zu unterscheiden.

Das kräftige Rot der Zeiger bietet zudem einen herrlichen Farbtupfer für das Auge. Übrigens, achten Sie mal auf den Stunden- bzw. Minutenzeiger. Die weiß nachleuchtende Leuchtmasse ist von einem matt gebürsteten Rand umgeben, der zusätzlich rhodiniert wurde. Dadurch wird dem Metall ein feiner Silberglanz gegeben, der ohne Lichtreflexe ein gutes Ablesen ermöglicht. Und der Uhr eine gewisse Eleganz verleiht.

Technische Raffinessen wie die Tegimentierung oder der Magnetfeldschutz machen die Uhr nun wiederrum zu einer soliden Sinn. Das Gehäuse ist auf 10bar druckfest, unterdrucksicher und natürlich mit einem entspiegelten Saphirglas versehen.

Ab 2890.- €

 

 

 

Michel Herbelin – 30 Jahre Newport-Serie

MH16662018 ist ein wichtiges Jahr für MICHEL HERBELIN.

Der Familienbetrieb aus Frankreich feiert den 30sten Geburtstag der charismatischen Erfolgskollektion „Newport“! Um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, bieten sie bei jeder „Newport“- Uhr eine außergewöhnliche Garantie von 5 Jahren an.

Das Design zu dieser Modellserie wurde stark inspiriert von der Segelleidenschaft der Familie Herbelin, daher auch der Name, der an den bekannten Hafen erinnert.

Auf dem Zifferblatt ist ein stilisiertes Steuerrad ein weiterer Anlehnungspunkt an diesen Wassersport. Kennzeichnend ist auch der markante Mittelstoß für die Anbringung der Bänder.

Durch diese technische Raffinesse wird das Gehäuse optisch etwas mehr vom Band getrennt und gibt dem Gehäuse somit den Vortritt. Sie haben die Auswahl zwischen diversen Möglichkeiten, die sich auf das Werk, die Gehäusegröße und Farbgebung beziehen. Ob Dame oder Herr, alle können den eigenen Geschmack verwirklichen.

Näheres unter www.michel-herbelin.de

Dieser Kaufvorteil gilt für Newport Modelle, die zwischen dem 15. Juli und dem 31. Dezember 2018 gekauft werden (nicht in der verlängerten Garantie enthalten: Batterien und Lederbänder).

 

 

 

Von Privat – Maurice Lacroix - etwas Feines

ML 1Es gibt Uhren, die fallen aus dem Rahmen. Diese außergewöhnliche Maurice Lacroix gehört in diese Kategorie durch die besondere Technik der Stundenanzeige.

Diese „Springende Stunde“ ist in einem kleinen Fenster bei 12 Uhr per Zahlen dargestellt und der Stundenzeiger ist somit entfallen. Jede Stunde springt die Anzeige um eine Ziffer mit einem schnellen Schwung weiter.

Das Zifferblatt ist kunstvoll graviert, bzw. guillochiert, wie der Fachbegriff heißt. Zusammen mit der großen Minuterie ergibt das Zifferblatt in Massivsilber ein klassisches Bild der feinsten Art.

Angetrieben wird die Uhr von einem Handaufzugswerk, das von Peseux stammt und von Maurice Lacroix entsprechend modifiziert wurde. Das Werk ist durch den Glasboden zu betrachten und macht Dank edler Verzierung mit den gebläuten Schrauben ein Bild, das begeistert.


Hier die Daten:

ML 2Marke: Maurice Lacroix
Modell/Referenz: 28505 / 6015
Gehäuse/Durchmesser: Edelstahl 750ger Massivgold / 36mm
Glas: Saphir beidseitig
Wasserdichtigkeit: 3 bar
Band: Leder Original
Werk/Zustand: 28 (Basis Peseux 7046) / gut
Zifferblatt/Zeiger: Echtsilber / gebläut
Kaufdatum: 1999
Zustand: getragen
Besonderheiten: springende Stunde
Zubehör: Zertifikat und Box


Wert: 1.290.- €

 

 

 

Abeler & Söhne – retrograd in den Tag

Abeler2681Es ist keine leichte Aufgabe, wenn man einer Uhr ein eigenes „Gesicht“ geben soll. Mit diesem Modell haben die Westphalen die Aufgabe beispielhaft erfüllt und eine Uhr geschaffen, die eben solche Attribute hat. Es ist nicht das schlichte, noch dazu runde Gehäuse oder das klare Zifferblatt, sondern die Anordnung der diversen Anzeigen, die sich hervorheben.

Das Datum ist recht groß oben rechts auf die 1-Uhr-Position gelegt worden, was an sich schon meine absolute Zusage bekommen hat. Dazu kommt dann noch die retrograde Anzeige des Wochentages, die links daneben den Raum von 9 bis 12 Uhr ausfüllt. Ein feiner Zeiger deutet dabei jeweils auf den entsprechenden Anfangsbuchstagen des aktuellen Tages.

Von Montag bis Sonntag geht es aufwärts und dann springt der Zeiger wieder runter auf den neuen Montag. Das letzte Stilelement ist dann der kleine Sekundenzeiger, der auf der unteren Zifferblatthälfte seine Kreise dreht. Das edle Aussehen der Uhr wird abschließend durch die schlanken, leicht bauchigen Zeiger und die Zwiebelkrone fein unterstrichen.

Optisch haben Sie die Wahl zwischen einem schwarzen Zifferblatt und einem strahlend weißen Untergrund.

Die Uhr ist mit einem dezenten Lederband ausgestattet, das jeweils in schwarz oder Mittelbraun zum Zifferblatt passend gewählt wurde. Zur technischen Seite gibt es zu berichten, dass ein Schweizer Quarzwerk verbaut wurde und die Uhr mit dem Saphirglas auf 5bar abgedichtet wurde.

Der Durchmesser des Gehäuses ist mit 43 mm nicht klein, aber er macht die Uhr deswegen keinesfalls wuchtig.

Der Preis liegt bei adretten 399.- €.

 

 

 

Technik

Technik - die kurze Rubrik, die ein Bauteil Ihrer Uhr erklärt

Heute:
Wie kommt die Kraft zur Zugfeder

Die mechanische Uhr benötigt Energie, damit das Schwingsystem mit der Hemmung die richtige Uhrzeit ermitteln und anzeigen kann. Diese Kraft kommt aus einer gewundenen Zugfeder, die in ihrem Federhaus darauf wartet, genutzt zu werden. Um die Energie bereitstellen zu können, muss diese Zugfeder gespannt werden. Wie das im Federhaus funktioniert, ist aber einen weiteren Technik-Bericht wert. Zurück zu dem „wie“ des Kraftaufbaues.

Im Fall einer Handaufzugsuhr dreht der Uhrenfreund mit seinen Fingern die Krone der Uhr. Damit ist er eigentlich der Spender der Energie, denn diese Drehbewegung der Krone wird nun über weitere Räder und Triebe an die Zugfeder weitergeleitet. Eine kleine Kupplung gleich am Anfang des Weges ermöglicht ein Vor- und Zurückdrehen der Krone, das durch ein feines Knarren zu hören ist. Das letzte große Trieb, das Sperrrad, sitzt direkt über dem Federhaus und ist mit einer gefederten Klinke in einer Drehrichtung gesperrt. Damit wird verhindert, dass die gewonnene Energie wieder zurückfließen kann und somit den Vorgang rückgängig machen würde.

Diese Klinke verhindert dies wie gesagt und somit bleibt der Kraft nur noch eine Richtung, in der sie agieren kann. Dies ist dann der Weg über das Räderwerk zur Hemmung, die diese Kraft kontrolliert abläßt. Die Zugfeder wird dabei wieder entspannt, bis die geladene Energie aufgebraucht ist und die Uhr stehen bleibt.

Bei einer Automatik ist neben dem eben genannten Verfahren noch ein weiteres angehängt bzw. kombiniert worden. Der Rotor als Schwungmasse sorgt dabei für neue Energie, die die Zugfeder stetig aufzieht. Dabei sind auch wieder diverse Räder und Triebe am Wirken. Auch auf dieser Seite der Energiegewinnung ist ein ungewolltes Zurückfließen der Kraft nicht erwünscht und ein Gesperr eingebaut.

Dazu ist meist ein Rad konstruiert worden, das zwei übereinanderliegende Räderkränze besitzt. Zwischen den beiden Rädern sitzen wieder kleine Klinken und Federn, die den Kraftfluß nur in eine Richtung durchlassen. Gibt es nur eines dieser Klinkenräder, kann auch nur eine Drehrichtung des Rotors genutzt werden und er dreht in die andere Richtung leer bzw. umsonst. Dies ist beim Valjoux 7750 der Fall.

Beim Eta 2824 dagegen hat man zwei solcher Klinkenräder in Reihe verbaut und die Kraft wird nun von beiden Drehrichtungen des Rotors abgegriffen und verwendet. Diese Kraft wird dann abschließend auch wieder über das große Sperrrad zum Federhaus übertragen, wie bei den Handaufzugsuhren.

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