Technik – kurz und knackig

 

Technik - die kurze Rubrik, die ein Bauteil Ihrer Uhr erklärt

Heute:  Was hängt an der Wand und macht kein Tick/Tack mehr?

Repaturbild 5Der alte Reim geht eigentlich anders, aber jeder weiß sicher, was gemeint ist: die Wanduhr. Sie gehört zu den Großeltern wie der Zipfel zur Wurst. Nach dem ersten Weltkrieg und besonders in den Zeiten nach 1945, war eine Wanduhr in jedem Wohnzimmer zu finden. Der geschlossene Kasten eines Regulators oder das offen schwingende Pendel mit den beiden Gewichten kennen viele Kinder und Enkel vom Besuch bei Oma und Opa. Inzwischen sind die Uhren, wenn sie Glück hatten, im Wohnzimmer der Kinder oder Enkel gelandet. Sie ticken viele Jahrzehnte zuverlässig und schlagen die Stunden, für alle hörbar im ganzen Haus. Eine enorme Leistung der verbauten Technik, versuchen Sie diese lange Nutzungsdauer mal mit Ihrem Auto. Aber dennoch ist der Moment nicht zu vermeiden, an dem die Uhr stehen bleibt. Sie mag nicht mehr, was ihr nach der langen Zeit auch nicht zu verübeln ist. Und plötzlich fehlt etwas. Man schaut ständig auf diese Uhr, die so still ist und die Zeit nicht mehr anzeigt. Das Ticken und sogar der Schlag fehlen und der Gedanke an einen Uhrmacher kommt auf. Ja, lohnt sich das denn? Nun, alleine dass die stehende Uhr mit ihren nichtvorhandenen Geräuschen auffällt, beantwortet diese Frage. Leider erfahren diese Uhren momentan wenig Beachtung auf dem Markt, was die Preise für alte Uhren viel zu tief senken ließ. Aber diese Tradition zu erhalten, dieser Gedanke gibt den Uhren ein Weiterleben für viele kommende Generationen.
Der Uhrmacher wird also das Werk zerlegen und gründlich reinigen. Sind Lager der Räder von den Zapfen durch den einseitigen Druck oval gerieben worden, werden sie mit neuen Lagerbuchsen ersetzt. Idealerweise nimmt man dazu Buchsen aus Bronze, die dem Druck sehr gut gegenhalten können. Die Zapfen werden poliert, damit die Reibung verringert wird und alles wird entsprechend gefettet und geölt während und nach dem Zusammenbau. Selten ist etwas wirklich defekt, da diese Uhren auf ein langes Leben gut vorbereitet wurden. Wie immer liest es sich schneller, als es gearbeitet ist. Dazu kommt eine gehörige Portion Fachwissen und Erfahrung, die der Uhr wieder das Leben zurück geben. Und wenn man sich die Kosten im Vergleich zu der langen Laufzeit ansieht, dann ist das ein geringer Einsatz, der die Erinnerung an Oma und Opa wieder bringen.



 

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