Rundbrief 08 - 2020


PlagemannHerzlich Willkommen zu meinem Rundbrief im August 2020

Dieses Mal darf ich auf zwei Punkte besonders hinweisen. Da ist zum einen der alljährlich wiederkehrende Moment, an dem die Firma Sinn ihre Preise anpasst. Sollten Sie also einen Einkauf planen, dann lohnt sich immer, diesen vor dem ersten September zu tätigen.

Der zweite Punkt ist auch wiederkehrend, aber sehr wichtig: wir machen Urlaub vom 1. bis 17. August.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und wünschen allen einen schönen Sommer.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!


ES GRÜSST SIE
Uhrmachermeister Plagemann



 

Sinn – darf ich vorstellen: Famile Fünffünfsechs

SINN 1736 I4N

Die sportlich-elegante Uhr ist inzwischen zu einer ganzen Familie herangewachsen. Vater der Bande ich die 556 A mit seiner Gattin 556 I. Der Papa hat große arabische Ziffern an den vier Ecken des matten Zifferblattes, während die Mama eine glänzende Basis für die Indices hat. Beide sind schwarz und sportlich und mit Lederband oder zwei verschiedenen Stahlbändern zu bekommen.

Das feinere Band hat eine verdeckte Schmetterlingsschließe, während die sportlichere Version größere Elemente und eine Klappschließe mit einem Sicherheitsbügel hat. Diese Bandwahl gilt für die ganze Familie. Aus diesen beiden Uhren entwickelten sich dann vier weitere sehr schöne Modelle. Da wären die Geschwister 556 I Perlmutt W und S. Das „W“ steht für ein weißes Perlmuttzifferblatt und das „S“ entsprechend für ein dunkles, schwarz schimmerndes Perlmutt. Kombiniert mit einem blauen Lederband im Alligatormuster oder einem grauen Canvas-, bzw. Alcantara-Band wahre Hingucker. Die letzten im Bunde sind 556 I B und M.

Das sind Uhren mit einem herrlichen Blauton (B) oder der erfreulich andersartige Ton in Mokkabraun (M). Auch diese beiden kommen entweder mit einem farbigen Lederband oder dem Canvasband und zeigen viel Charakter. Diese Eigenständigkeit zeigt sich auch in den matten, diamantgeschliffenen Zeigern, die den Uhren eine ganz eigene Optik geben.

Mit einem Gehäusedurchmesser von 38,5mm sind sie sicherlich auch für den ein oder anderen Herren gut geeignet, aber eben auch für einen schlanken Damenarm. Hier machen sich die farbigen Zifferblätter, besonders die mit Perlmutt sehr gut und zeigen Stil und Eigenständigkeit.

Ab 960.- €

Näheres unter www.sinn.de

SINN 556IB  SINN 556IPerlmS

 

 

 

Abeler & Söhne – eine feine Automatik

SINN 1736 I4N

Eine ausgewogene Mischung aus einem etwas kräftigeren, aber doch zurückhaltenden Gehäuse und dem fein dekorierten Zifferblatt prägen diese Uhr. Das runde Waffelmuster im Zifferblatt bedeckt gut zwei Drittel der Ansicht und prägt die Uhr.

Die glatte Minuterie bringt Ruhe hinein und setzt diese fort mit den gradlinigen und aufgesetzten Indices. Dass diese ein wenig in die Schraffierung hineinragen, finde ich persönlich ein sehr schönes Detail. Die spitzen, mit Leuchtmasse gefüllten Zeiger, vervollständigen das Bild der Uhr, die sich unter einem Hemdsärmel sehr wohl fühlen wird.

Im Stahlgehäuse, das auf 10bar abgedichtet ist, tickt das Eta 2824-2 zuverlässig und pünktlich. Ein Saphirglas rundet die hochwertige Ausstattung ab und erfüllt alle Erwartungen, die man an eine Uhr dieser Güte stellen mag.

Wer es lieber dunkel mag, kann diese Uhr auch mit einem schwarzen Zifferblatt bekommen.

Preis 699.- €

Näheres unter www.abeler-soehne.de

 

 

 

Angebot von Privat: Sinn 156 – eine Ankündigung

SINN 1736 I4N

 

Gestern wurde mir eine Uhr angeboten, die ich zwar schon mal ankündigen möchte, zu der ich aber noch nicht in die Details steigen kann. Dazu muss ich sie erstmal genauer untersuchen.

Soweit aber kann ich mitteilen, dass sie in getragenem, aber durchaus gutem Zustand ist.

 

 

Technik – kurz und knackig

 

Technik - die kurze Rubrik, die ein Bauteil Ihrer Uhr erklärt

Heute:  klein, kleiner, Omega 484

Repaturbild 5In meiner Branche ist man ja kleine Dimensionen gewöhnt und hat jeden Tag damit zu tun. Nur um diese Aussage zu verdeutlichen: die meistverwendete Schraubenzieherklinge hat eine Breite von 1,2mm! Aber wie immer gibt es links und rechts der Norm Dinge, die anders sind. So geschehen letzte Woche, als ich eine Omega mit dem Kaliber 484 vor mir liegen hatte.

Das gesamte Werk passt bequem auf meinen Fingernagel vom Daumen. So circa 15x12 mm misst dieses Formwerk und beinhaltet alles, was ein Handaufzugswerk so benötigt. Dieses Mal ist es der Schraubenzieher mit einer Klinge von 0,8mm, den ich verwende, um die Schrauben zu lösen. In seine Einzelteile zerlegt, wandert das Werk in die Reinigungsmaschine und liegt danach schön sauber auf meine Tischunterlage. Ein Mal nießen und das Werk wäre in alle Himmelrichtungen im Zimmer verteilt.

Für die Montage des Werkes gehört nun neben dem Fachwissen, auch ein passendes Ambiente. Die Nerven sollten entspannt sein wie nach zwei Wochen Malediven, denn nur so sind die Hände ruhig genug. Aus dem Lautsprecher wird AC DC gegen ruhigeres Tempo ausgetauscht. Ronnie Earl mit seinem wunderbaren Stück „Round Midnight“ bietet den ruhigen Takt für diese Arbeit. Ich lehne mich noch mal kurz zurück und genieße einen Schluck vom Grüntee „Indian Greenleaf“. Gekauft hier in Bad Orb in unserem Teeladen, ein ganz feiner Tee aus dem Hochland Nordindiens.
Los geht es.

Das Federhaus wird vorbereitet, ebenso wie die beiden Stoßsicherungen. Die beiden Kapseln bieten der Unruh eine Lagerung, die ja im Notfall etwas nachgibt und der Unruh das Überleben sichert. Der Deckstein, der gerade mal 1mm im Durchmesser hat, bekommt seinen Ölpunkt aufgesetzt, der zwei Drittel der Fläche einnehmen soll. Auf diesen Deckstein dann die Kapsel aufsetzen, ohne den Ölpunkt zu zerstören; und man kann wieder zu Atmen beginnen.

Diese Arbeit wiederholt man schon gern zwei/drei Mal, weil das mit dem Aufsetzen dann doch nicht geklappt hat. Danach wird es wieder einfacher, denn nun kommen die Räder auf ihre Positionen und die Räderbrücke obendrauf. Zwei Schräubchen halten die Brücke an Ort und Stelle. Da die Räderwerksbrücke nur zwei der vier Räder hält, sind die beiden anderen mit dem Federhaus zusammen unter einer Brücke und kommen nun dran. Das Sperrrad aufsetzen und festschrauben ist der nächste Punkt. Nun kommt der Minianker dran, den man kaum mit der Pinzette greifen kann. Auch hier die Brücke aufsetzen und befestigen.

Die Unruh montieren und die Stoßsicherung einsetzen sind die letzten Arbeiten auf dieser Seite, bevor es zur Rückseite, oder Zifferblattseite geht. Hier kommen Viertelrohr, Wechselrad und ein Zwischentrieb dran, natürlich alles entsprechend geölt. Die Zeigerstellung wird noch gefettet und zum Schluss ein Hauch Öl an die Palette vom Anker und an alle Räderlager, entmagnetisieren und die Uhr ist fertig zum Regulieren. Das Gangbild ist für so einen Winzling erstaunlich gut und belohnt die hochkonzentrierte Arbeit. Der Nacken entspannt sich und Barry White brummt in seiner unnachahmlichen Weise.



 

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