Rundbrief 09 - 2019


HERZLICH WILLKOMMEN ZU MEINEM RUNDBRIEF IM SEPTEMBER

Plagemann

 

Ein Markenname öffnet meist ein bestimmtes Bild im Kopf, wenn man den Namen hört. Jede Firma hat ja auch ihre Ausrichtung, was auch gut so ist, denn darin liegen ja dann auch ihre Stärken. Dass es aber auch mal anders gehen kann und trotzdem gut zum Namen passt, beweist der erste Artikel.


Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

es grüßt Sie
Uhrmachermeister Plagemann

 

Sinn – 456 TW 70

SINN 6052Das Bild einer Sinn ist im Allgemeinen geprägt von matten Oberflächen, die im schwarzen Instrumenten-Look den sportlichen Auftritt suchen. Hier zeigt der Uhrenhersteller allerdings eine Seite, die, zur Freude der Damen, ganz anders ist. Selbstsicher zeigt sich die Uhr zusammen mit dem Abendkleid beim feierlichen Anlaß am Handgelenk und ist alles andere als matt und unscheinbar.

Mit 70 Brillanten mit insgesamt 0,63kt auf der Lünette ist das hochglänzende Zifferblatt elegant eingerahmt. Das Zifferblatt selber glänzt mit weiteren zwölf Brillanten, die sich auf dem schwarzen Untergrund hervorragend in das Licht setzen. Einzeln in der Lünette aus 18 kt-Weißgold gefasst, sind die Brillanten in der Qualität Top-Wesselton wie immer eine Quelle von eines funkelnden Farbenspiels.

Ganz eine Sinn, ist die technische Seite der 456 TW70 gefüllt mit Mechanik in Form des automatischen Eta-Werkes Kaliber 2671, das durch einen Saphirglasboden sichtbar ist. Das Gehäuse ist auf 20 bar abgedichtet und unterdrucksicher. Zu haben ist die Uhr mit einem eleganten Lederband oder dem stabilen Stahlband mit der verdeckten Faltschließe.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, anstatt der Weißgoldlünette eine Gelbgoldlünette zu wählen. Diese kann mit einem Stahlband kombiniert werden, in dem ebenfalls der bi-color-Ton weitergeführt wurde. Zwei Reihen des Bandes sind hier mit einer 7µm-Goldauflage vergoldet worden.

Was spricht also dagegen, eine Sinn 456 TW70 zu wählen, wenn demnächst ein Abend in der Oper ansteht? 

Preis ab 4.290.- €

 

 

Michel Herbelin – Epsilon, schön flach

SINN 6052An den Handgelenken finden sich häufig große und wuchtige Uhren. Da fällt diese extraflache Kollektion Epsilon von Michel Herbelin durch ihr elegantes Auftreten auf, und zwar positiv. Besonders für den feinen Auftritt eignet sich diese Linie dadurch hervorragend.

Während das Auge sich an den klaren Linien erfreut, bleibt der Hemdsärmel nirgendswo hängen. Das feingliedrige Stahlband hebt das Gehäuse besonders hervor, da es mit dem Mittelanstoß der Uhr die perfekte runde Form lässt. Eine praktische Faltschließe erleichtert das Öffnen und Schließen ungemein und sieht noch dazu gut aus.

Klare Linien zeichnen diese Uhren aus, die mit zarten römischen Ziffern ergänzt wurden. Für die Damen gibt es unter anderem ein weich schimmerndes Zifferblatt aus natürlichem Perlmutt, das für die Stundenmarkierungen kleine Simili bekommen hat.

Die Damen- und Herrenkollektion besteht aus verschiedenen Modellen in Stahl, bi-color Stahl mit vergoldeten Elementen oder gänzlich in vergoldet. Dazu eine Reihe von Zifferblattfarben von dunkel bis hell. Den Dienst verrichtet ein Schweizer Werk und die Gehäuse sind mit stabilen Saphirgläsern versehen.

Als elegante Uhr ist sie mit 3bar genügend vor den Elementen geschützt.

Preis ab 459.- €

 

 

Sinn – DUOFlex, neues Wechselsystem für Silikonbänder

SINN 6052Diese Bandtechnik richtet sich an alle Besitzer von den U-Modellen oder solche, die es noch werden möchten. Diese kleinen Features sind nämlich sehr praktisch und funktionell. Praktisch zu haben ist das DUOFlex-System, wenn folgende Szenarien sich öffnen: Sie sind Taucher und möchten die Uhr in und außerhalb des Wassers tragen.

Beim Tauchen haben Sie auch schon mal einen Neopren-Anzug an, der den Armumfang allerdings auch deutlich vergrößert. Bislang war man auf eine Taucherverlängerung in der Schließe angewiesen, die aber bei manchen Trägern nicht ausreicht, bzw. passt. Mit dem Wechselsystem kann man nun ein zweites Band innerhalb Sekunden mit dem sonst montierten Band tauschen und die Uhr passt nun auch über den Neopren-Anzug.

Im zweiten Szenario geht es nur um den Aspekt Farbe. Sie haben ein schwarzes Band an der Uhr und würden aber für die Wanderung ein grünes Band vorziehen? Kein Problem Dank der neuen Technik.
Den Namen „Duo“ verdient das Band durch eine weitere Nettigkeit, die in der Schließe sitzt.

Mit Hilfe einer Klappe auf der Unterseite, kann das Band in kleinen Schritten dem Arm exakt angepasst werden. Das kann zum Beispiel bei der Wanderung eine Erleichterung verschaffen, wenn der Arm durch die Anstrengung angeschwollen ist. Hier kann man nun mit einem Handgriff die Schließe ganz leicht etwas verlängern und der Druck am Arm ist weg.

Der Nachrüstsatz DuoFlex umfasst ein Silikonarmband, zwei Adapterstücke, eine Faltschließe und einen spritzwasserfesten Aufbewahrungsbeutel.

Es gibt ihn in Stahl, Stahl tegimentiert oder tegimentiert mit schwarzer Hartstoffbeschichtung.

Preis ab 355.- €

 

 

Technik

 

Technik - die kurze Rubrik, die ein Bauteil Ihrer Uhr erklärt

Heute:  Das Regulieren.

Das Regulieren einer mechanischen Uhr ist ein Wechselspiel, zu dem es drei Mitspieler benötigt: die Uhr, den Kunden und den Uhrmacher. Alle drei haben ihren Einfluss auf den Gang der Uhr, d.h., sie beeinflussen durch ihr Mitwirken die Art und Weise, wie die Uhr läuft.

Beginnen wir mit der Uhr. Sie hat durch ihre Qualität, die der Hersteller und die Montage des Werkes sicherstellen, den primären Einfluss auf das Geschehen. Wo bei der Planung, Montage oder Wahl der Materialien gespart wird, kann nichts rauskommen. Je besser das Werk konstruiert und gebaut wird, um so eher sind gute Werte zu bekommen.

Sinn UXunterwasserNun der Kunde und Träger der Uhr. Der Kunde ist König und hat nie Schuld. Dennoch ist der Einfluss da und kommt in Form von Tragegewohnheiten. Zwischen dem Schreibtischtäter und dem Arbeiter am Presslufthammer gibt es jede Menge Möglichkeiten, in das Gangverhalten der Uhr einzugreifen.

Das für die Regulierung zuständige Organ ist die Unruh, die ihre kreisförmigen Schwingbewegungen auf dünnen Zapfen ruhend durchführt. Kommt nun eine Störung Dank der Physik als Energie von Außen in das Schwingen, dann ist das Gleichgewicht gestört. Dazu kommen Temperaturschwankungen, die auf Öle und Material einwirken. Man stelle sich einen Golfspieler in der prallen Sonne vor, der anschließend im eiskalten Pool die verdiente Abkühlung sucht. Das verlangt dem Uhrenwerk eine Höchstleistung ab.

Dazu kommt nun die dritte Komponente: der Uhrmacher. Mit Hilfe des Reguliergerätes kann er nun vom Werk eine Aussage bekommen, die sich im ruhenden Zustand zeigt. Wird dort ein Vorgang von 30 Sekunden am Tag angezeigt, heißt das noch lange nicht, dass sich dies auch mit der Aussage des Kunden deckt. Somit ist der vom Kunden genannte Wert über die Differenz fast entscheidender als der am Gerät gezeigte Wert.

An der Uhr wird nun ein Hebel oder eine Stellschraube betätigt und die Uhr verlangsamt oder beschleunigt. Über diesen Hebel wird die effektive Länge der Spiralfeder verkürzt (schneller) oder verlängert (langsamer), in dem eine Begrenzung beidseitig der Feder dessen seitliche Bewegung einschränkt. Das haben Sie vielleicht schon mal an Ihrer Uhr gesehen, wie die Spiralfeder sich öffnet oder zusammenzieht, bzw., atmet, wie wir sagen.

Diese Bewegung wird durch die Drehung der Unruh erzeugt und sollte für beide Halbschwingungen gleich lang sein. Auch dieser Faktor ist für die Regulierung wichtig und wird wenn nötig korrigiert. Der Gesamtzustand des Werkes hat natürlich auch seinen Einfluss auf die Gangwerte, der aber im Zuge einer Regulierung nicht korrigiert werden kann. Das wäre eine Überholung, die dann nötig wäre.

Nach der Korrektur der Werte kommt dann der Teil, in dem der Kunde die Uhr für eine Weile wieder trägt. Sollten sein Einfluss und die Änderung der Reglage zum Ziel geführt haben, dann sind alle drei Parteien zufrieden. Ansonsten kommt es häufig vor, dass ein Nachregulieren nötig ist. Manche Uhren haben die unangenehme Eigenschaft, sich wieder zu verstellen, sei es aus technischen Gründen oder gezwungenermaßen durch einen Schlag. So kann es also sein, dass dieser Vorgang ein paar Mal wiederholt wird, bevor die Uhr den gewünschten Gangwert bringt.

Eine mechanische Uhr unterliegt jedoch so vielen Einflüssen, dass sie nie genau wie eine Quarzuhr laufen kann. Sie kann über eine gewisse Zeit im Sekundenbereich pro Monat laufen, aber normalerweise sind bis zu 10 Sekunden Differenz am Tag in der Toleranz.
Aber es kam auch schon mal vor, dass ich einem Kunden den Kauf einer Quarzuhr empfohlen habe……

 

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